Veranstaltungsprogramm 2012

von Admin

Thema dieses Jahres: "Industriegeschichte"
Für das erste Quartal sind folgende Veranstaltungen vorgesehen:
(GÄSTE SIND HERZLICH WILLKOMMEN)

Mittwoch, der 8. Februar 2012 um 19.30 Uhr

Vortrag von Joachim Köhler:
„Der Hammer in Leichlingen - Beginn der Industrialisierung Leichlingens“
Ort: Leichlinger-Bürgerhaus, Am Hammer

1715 errichtete der Kölner Kaufmann und Bankier Wilhelm Hack in Leichlingen an der Wupper nördlich der evangelischen Kirche ein mit Wasserkraft angetriebenes Hammerwerk, in dem 100 Jahre lang für die Münzprägeanstalt in Düsseldorf die Kupferrohlinge für Umlaufmünzen gestanzt wurden. Die Einwohner Leichlingens lebten bis dahin überwiegend von Zulieferungen für den Kölner Markt. Mit dem Hammerwerk begann der Strukturwandel von der Agrarwirtschaft zur Industrialisierung. Die nachfolgenden die Wasserkraft der Wupper nutzenden Industriewerke prägten bis zum Niedergang der Textilindustrie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts das Stadtbild Leichlingens. Der Abbruch der Fabrikanlagen an der Wupper bereitete den Weg für die Errichtung einer leistungsstarken Bildungseinrichtung und einer neuen Mitte: das Schulzentrum Am Hammer und das Wohn- und Geschäftszentrum mit Marktplatz "Brückerfeld".

Im Vortrag wird die Entwicklung Leichlingens an der Wupper von der Agrarwirtschaft über den Industriestandort hin zur attraktiven Wohnstadt dargestellt.

Unser Referent Joachim Köhler, langjähriges Mitglied unserer Abteilung, war bis zu seiner Pensionierung Leiter des Hauptamtes der Stadt Leichlingen. Sein Amtsbereich umfasste auch die Angelegenheiten der "Unteren Denkmalschutzbehörde". Es gelang ihm u.a. Gebäude zu erhalten, die für die technisch-industrielle Entwicklung der Stadt aussagekräftig geblieben sind. Dazu veröffentlichte er (neben anderen Schriften) auch die Broschüre "Der Hammer in Leichlingen".

--------------------------------------------------------------------------------------------------------
Dienstag, den 28. Februar 2012 um 19.30 Uhr
 
Vortrag von Reinhold Braun:
„Jede Jugend bekommt ihre Aufgaben von ihrer Zeit gestellt" -
Geschichte der Jugendringe Leverkusen/Opladen 1947 bis heute
Villa Römer in Leverkusen-Opladen, Haus-Vorster-Straße 6

Bereits vor 1933 hat es in vielen Orten unseres Abteilungsgebietes Ortsjugendringe gegeben, in denen sich Jugendverbände der verschiedensten konfessionellen, pfadfinderischen, politischen oder berufsständischen Richtungen getroffen haben, um gemeinsame jugendpflegerische und jugendpolitische Interessen gegenüber der Öffentlichkeit und den Behörden zu artikulieren. Doch erst nach 1945 haben die Jugendringe mit ihren Aktivitäten einen in der breiten Öffentlichkeit wahrgenommenen und für die Demokratieentwicklung bedeutsamen Einfluss erhalten.

In den unmittelbaren Nachkriegsjahren nutzten die Stadtjugendringe ihre Verbindungen zu den städtischen Jugendämtern bzw. dem Kreisjugendamt des Rhein-Wupper-Kreises, um für ihre sommerlichen Zeltlager die Verpflegung und den Transport zu sichern.  
Im Laufe der 50/60er Jahre wollten die Jugendlichen weniger das Leben in einer festen Gruppe sondern eher eine offene Form der Jugendarbeit. Dies äußerte sich u.a. darin, dass die Jugendringe/Jugendverbände spezielle Hobby- und Interessenangebote machten, wie z.B. Volkstanz, Basteln, Filmen/Tonbandaufnahmen. In den 60er Jahren boten die Jugendringe verstärkt Unterhaltungsangebote wie Jazz- und Beat-Veranstaltungen an, die oft vor einem großen Publikum in den Sälen des Bayer-Erholungshauses, im Lindenhof Manfort oder im evangelischen Gemeindesaal Wiesdorf abgehalten wurden.

Der Jugendring Leverkusen hat unter der Leitung von Jochen Gloeckner ab 1962 Kontakte zu Israel hergestellt, die mit zur Partnerschaft zwischen Nazareth-Illit und Leverkusen geführt haben. Viele bekannte Leverkusener/Opladener haben als Jugendliche in den beiden Jugendringen ihre ersten größeren gemeinschaftlichen Projekte entwickelt und durchgeführt. Die Jugendringe waren die demokratischen Spielstuben für ihre spätere kommunalpolitische Arbeit. Zu nennen sind hier für Leverkusen u.a. die späteren Oberbürgermeister Willi Dopatka, Wolfgang Obladen und Horst Henning sowie die Stadträte Jochen Gloeckner, Wilfried Lahne, Alfred Henneböhl, Rudi Müller und Stefan Baake. In Opladen waren es u.a. Manfred Baske und Helmut Schneider. In den letzten 20 Jahren beschäftigte sich der Jugendring Leverkusen mehr mit jugendpolitischen Fragestellungen.
Unser stellv. Vorsitzender hat seit gut 20 Jahren die Entwicklung der Stadtjugendringe in Opladen (1947 bis 1974) und Leverkusen (1948 bis heute) erforscht und sehr viel Dokumentations- und Fotomaterial zusammen getragen. Geholfen haben ihm dabei u.a. seine persönlichen Erfahrungen und Verbindungen, die er seit 1959 in der katholischen Jugend (Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg) sowie als (stellv.) Mitglied im Kinder- und Jugendhilfeausschuss der Stadt Leverkusen von 1984 bis heute sammeln konnte. In einem gut 200 Seiten starken Buch, das Anfang 2012 erscheinen wird, hat er die Geschichte der beiden Jugendringe dargestellt.
Weitere Infos bei Reinhold Braun, Tel. 0214-93669 oder Email: Reinhold.Braun@t-online.de

--------------------------------------------------------------------------------------------------------

Dienstag, 13. März 2012, 19.oo Uhr
-  Jahreshauptversammlung  -
der Abteilung „Leverkusen-Niederwupper“ des Bergischen Geschichtsvereins
Ort: Villa Römer, Leverkusen-Opladen, Haus-Vorster Str. 6

--------------------------------------------------------------------------------------------------------
Dienstag, 17. April 2012 um 19:30 Uhr

Vom Handwebstuhl zur Industrie-
Textilgewerbe in Schlebusch und Umgebung
Lichtbildvortrag von Helga Kruse-Klemusch

im Haus der Stadtgeschichte -- Villa Römer
Haus-Vorster-Straße 6, 51379 Leverkusen Opladen

----------------------------------------------------------------------------------------------------

 Samstag, 28. April 2012, 14:00 Uhr

Auf den Spuren der Weber in Handwerk und Industrie –
vom 18. bis 20. Jahrhundert
 ein Spaziergang durch Leverkusen-Schlebusch und Sand
 
Führung: Helga Kruse-Klemusch
Kosten: Spenden werden dankbar entgegen genommen
Treffpunkt: Villa Rhodius, Bergische Landstraße 80, 51375 Lev.-Schlebusch
Dauer: etwa 2 Stunden
Einkehr:  geplant / Verzehr freiwillig auf eigene Kosten
Anmeldung: erwünscht
 Anmeldung und Auskunft:    Helga Kruse-Klemusch / Tel.: 0214 – 2 63 13
--------------------------------------------------------------------------------------------------------
Dienstag, 22. Mai 2012, 19:30 Uhr

Von der Rhenania zum Rheinpark
Zur Geschichte des Monheimer Shell-Werks
Einladung zum Vortrag im
Bergischer Saal des Rathauses der Stadt Monheim am Rhein • Rathausplatz 2

Eine fast hundert jährige Entwicklung nimmt der Vortrag „Von der  Rhenania zum Rheinpark“ in den Blick. Im Rahmen des Jahresthemas „Industriegeschichte“ berichtet Michael Hohmeier, Leiter des  Stadtarchivs Monheim am Rhein und Mitglied des Bergischen Geschichtsvereins, in Wort und Bild über die Geschichte des Monheimer Shell-Werks.

Die 1913 gegründeten Mineralölwerke Rhenania errichteten am Monheimer Rheinufer eine große Raffinerie, die zeitweilig bis zu 800 Beschäftigte hatte. Das Unternehmen ging nach dem zweiten Weltkrieg im Shell-Konzern auf. „Die Shell“, wie das Monheimer Werk fortan meist genannt wurde, blieb — trotz anhaltenden Stellenabbaus — bis zur Schließung Ende 1987 einer der größten Arbeitgeber im Stadtgebiet.
Nach langjähriger aufwändiger Sanierung des einstigen, 25 Hektar großen Shell-Geländes wird es heute von der Stadt als Gewerbegebiet Rheinpark neu vermarktet.
--------------------------------------------------------------------------------------------------------

Juni 2012
Vortrag: N.N.
„Von den Farbenfabriken Bayer zum Chempark Leverkusen“
Ort: Villa Römer, Leverkusen-Opladen Haus-Vorster Str. 6
Gemeinsame Veranstaltung mit dem „Opladener
Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen“
Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------

Freitag, 29. Juni 2012,  16:00 – 18:30 Uhr

Historischer Spaziergang
Führung von Gregor Schier und Karlheinz Lange
„Spuren der Industrialisierung in Hitdorf“
Treffpunkt: Krancafé (Rheinstraße / Ecke Werftstraße)    
-----------------------------------------------------------

Samstag, 1. September 2012
ab 9.45 Uhr bis zirka 17.00 Uhr

„Tag der Bergischen Geschichte“

im Wülfing-Museum, Radevormwald-Dahlerau
bis 9:30 Uhr Anreise zum Wülfing-Museum
9:45 Uhr Begrüßung, ab 10:00 Uhr Programm

 A.  Museumsführung
 B.  Bus-Führung in/um Radevormwald
 C.  Draisinenfahrt (Mehrkosten 4,50 €)

12:00 Uhr Mittagessen

ab 14:00 Uhr wieder Programm A.,B. und C.
16:00 Uhr Kaffee und Kuchen
Die Kosten für Eintritt, Führung und Essen betragen (ohne Kutsch-
und Draisinenfahrt sowie ohne Anfahrtkosten) 15.00 € pro Person.

Anmeldung bis 10.8.: Geschäftsstelle Tel.:02171-3407801

------------------------------------------------------------------------------

Samstag, 1. September 2012;  17.30 Uhr
 Vortrag von Walter Zimmermann

Die „Bayer-Rolle“ im Rahmen der Industrialisierung in Leverkusen

Ort: Villa Römer, Leverkusen, Haus-Vorster Str. 6
Gemeinsame Veranstaltung mit dem Opladener-
Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen

------------------------------------------------------------------------------

Dienstag, 4. September 2012;  19.30 Uhr
 Vortrag von Dr. Günter Junkers

„Sprengstoffindustrien in Leverkusen“

Ort: Villa Römer, Leverkusen, Haus-Vorster Str. 6

Pulvermühlen zur Herstellung von Schwarzpulver an Dhünn und Strunde sind seit dem 15. Jahrhundert nachgewiesen. Mit der Entdeckung der Sprengkraft von Nitroglycerin (1844) und Nitrozellulose (1845) wuchs das Interesse an einer sicheren Anwendung dieser Explosivstoffe z.B. in Bergwerken. Alfred Nobel erhielt 1867 ein Patent für die Mischung von Nitroglycerin mit Kieselgur als Sicherheitssprengstoff, das Dynamit. Alfred Nobel (1833-1896) gründete in Krümel bei Hamburg die Alfred
Nobel AG und unterstützte 1872 den Aufbau der Produktion in der später übernommenen Dynamitfabrik in Schlebusch. Die parallel 1872  unter der Leitung von Erich Müller entstandene Rheinische Dynamitfabrik in der Bürriger Heide an der Opladener Stadtgrenze wurde 1890 in ein
gemeinsames Sprengstoffkartell eingebracht. In der Schlebuscher Carbonit-Fabrik wurde nach der Jahrhundertwende Trinitrotoluol (TNT) auch für Kriegszwecke hergestellt, ebenso im Flittarder Bayerwerk. In Küppersteg gab es zwei Betriebe für Sprengzünder, Zündschnüre und Zündhütchen.
------------------------------------------------------------------------------

Samstag, 22. September 2012
10.00 Uhr bis circa 17.00 Uhr

Führung durch Michael Gutbier

„Das Werk schafft eine Stadt“

Stadtrundfahrt in Kooperation mit dem Opladener-
Geschichtsverein 1979 e.V. Leverkusen.

Kosten zirka 45,00 €, Abfahrt: Bahnhof Opladen

Anmeldung: Geschäftsstelle OGV Tel.: 02171-47843
------------------------------------------------------------------------------

Samstag, 27. Oktober 2012

Abfahrt: 13.00 Uhr Villa Römer und

 13.15 Uhr Busbhf Wiesdorf Sonderbahnsteig

„Dauerausstellung - Historische Tuchfabrik“

Exkursion zum LVR-Industriemuseum Euskirchen. Zu besichtigen sind das alte Kontor, das Farb- und Tuchlager und das Wohnhaus mit Ausstellungen zur Tuchindustrie im Rheinland und zur Geschichte der
Familie Müller.

Dauerausstellung im Museumsneubau:
„Vom Rohstoff zur Kleidung“.

Kosten: 20.00 € pro Person
Anmeldung bis 17.10.2012 bei der Geschäftsstelle
Tel.: 02171-3407802

------------------------------------------------------------------------------

Dienstag, 13. November 2012;  14.00 Uhr
 Führung durch Gerd Koschik

„Geschichte der Firma Ara-Schuhe in Langenfeld“

Die Entwicklung des Unternehmens Ara zum globalen Produktions- und Handelsunternehmen.
Beginn 14.00 Uhr mit der Besichtigung der Produktionsanlagen,
um 15.30 Uhr bis 17.00 Uhr Vortrag zur Geschichte von Gerd Koschik.
Die Firma ist im Besitz der Familie Röseler, die ihren Ursprung in Opladen hat.

------------------------------------------------------------------------------

Samstag, 1. Dezember 2012;  15.00 Uhr

„Jahresabschluss in der Nepomuk-Kapelle“

in Leverkusen-Schlebusch, Berliner Str. 46
Besichtigung mit Informationen zur Geschichte der 375 Jahre alten
Kapelle und Orgelspiel.

Führung durch Inge und Klaus Bott -- Organist Herr Kamp

Anschließend Kaffee und Kuchen im Herkenrath-Hof
Anmeldung bis 24.11.2012 bei Herrn Braun Tel.:0214-93669
oder Geschäftsstelle Tel.:02171-3407802


Zu den Nachrichten im Überblick