Leben am Rhein in alten Bildern

Die Ausstellung „Leben am Rhein in alten Bildern“ möchte Eindrücke vermitteln vom Leben einer kleinen Dorfgemeinschaft vor ca. 80 – 110 Jahren. Die Ausstellung zeigt die Menschen in und um Monheim bei der Arbeit, in der Freizeit, wo sie wohnten und einkauften. Damals lebten die Menschen mit wenigen Ausnahmen noch innerhalb der Grenzen der Altstadt, der Ummauerung der historischen Freiheit. Nur einige Häuser an der Kapellenstrasse, am Kradepohl und vor dem Schelmenturm lagen außerhalb dieses Bereichs.

Erst wenige Industriebetriebe hatten sich aus Platzgründen außerhalb des alten Ortskerns niedergelassen (Brauerei, Kettenfabrik Pötz) oder diese waren auf den Rhein als Wasserstrasse angewiesen (Rhenania GmbH), andere hatten sich aus Sicherheitsgründen bzw. wegen der Bodenvorkommen außerhalb niedergelassen (Zündholzfabrik, Spritwerke, Ziegeleien und Baggereien).

Das Umland war ansonsten fast völlig siedlungsfrei, menschenleer und nur durch große Bauerngüter agrarisch geprägt. Ein Großteil der Bevölkerung lebte noch von der Landwirtschaft. Auch Handwerker, Gewerbetreibende und Industriearbeiter unterhielten einen eigenen Garten sowie 1- 2 Ziegen und/oder Schweine und betrieben oft auch noch zusätzlich eine Nebenerwerbslandwirtschaft im alten Ortskern.

Die Geselligkeit der Menschen zeigte sich in einer großen Zahl der Gasthäuser, welche regelmäßig zu Tanzveranstaltungen einluden; hierfür standen in Monheim vier Säle zu Verfügung (Menrath, Festhalle, Speck, Dormann), in welchen sogar manchmal gleichzeitig zu Bällen eingeladen wurden. Das Kultur- und Vereinsleben war von überraschender Vielseitigkeit. Es gab Turn- und Theatervereine (Humoristika), verschiedene Musikvereine, Chöre, Lese- und Gesellschaftsvereine (Gesellschaft Erholung). Die Menschen lebten auffallend kommunikativ und pflegten enge gesellschaftliche Kontakte untereinander. Auch die Religion spielte eine wichtige Rolle im Leben der Menschen; dies kam auch in vielen religiösen Vereinen zum Ausdruck (Kirchenchor, Frauenverein, Schützenverein, Kapellenbruderschaft, Piusverein).

In einer weiteren Tafel möchten wir durch die Sammlung von Briefköpfen und Geschäftsbriefen an die große Vielfalt der Monheimer Handwerks-, Gewerbe- und Industriebetriebe erinnern, welche zum großen Teil bereits zur abgeschlossenen Geschichte gehören. Einen Teil dieser historischen Geschäftsbriefe konnten wir aus der Sammlung des Monheimer Stadtarchivs photographieren. Andere alte graphisch sehr schöne und aufwändig gestaltete Briefköpfe wurden von privater Stelle zur Verfügung gestellt.

Die Photographien der Ausstellung stammen sowohl aus dem Bestand des Heimatbundes - hier hat sich unser verstorbenes Mitglied Hansgerd Wilmsen verdient gemacht – als auch von privaten Sammlungen einzelner Mitglieder.

 

Wir möchten unsere Besucher anregen, uns zu unterstützen bei der
Erinnerung, Sammlung und Aufzeichnung historischer Informationen.

1. Leihen Sie dem Heimatbund Ihre alten Fotos mit Ihren Adressen auf
der Bildrückseite. Wir kopieren und digitalisieren die Bilder und geben sie Ihnen zurück.

2. Teilen Sie uns Ihr Wissen mit sowohl zu unseren Ausstellungsbildern
und zu Ihren Leihbildern (Personen, Orte, Anlass des Bildes). Wir
werden dann alle Bilder mit den Informationen im Rahmen unserer
Heimatbundarbeit aufzeichnen und sammeln.

Vielen Dank.
Ihr Heimatbund Monheim